Merck entwickelt automatisiertes Diagnosetool

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Pressmitteilung von: Merck
02 Jul 2020 | Darmstadt, Deutschland
  • Entwicklung einer auf künstlicher Intelligenz (KI) basierten Technologie für den Nachweis von Bilharziose und Geohelminthen
  • KI-Technologie hat Potenzial, diagnostische Effizienz und Datengenauigkeit bei umfangreichen Behandlungskampagnen zu verbessern
  • Merck unterstützt seit 2007 den Kampf gegen die vernachlässigte Tropenkrankheit Bilharziose

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute den Abschluss einer Vereinbarung mit dem Unternehmen Janssen Pharmaceutica, N.V., das zum Konzern Johnson & Johnson gehört, bekannt gegeben. Die Partner wollen gemeinsam ein Diagnosetool auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI) entwickeln, mit dem die vernachlässigten Tropenkrankheiten Bilharziose und bodenübertragene Helminthiasis besser nachgewiesen werden können.

„Die Welt ist aktuell mit einer umfassenden Gesundheitskrise konfrontiert, aber bedürftige Bevölkerungsgruppen, die an vernachlässigten Tropenkrankheiten leiden, müssen ebenfalls behandelt und versorgt werden“, sagte Béatrice Greco, Leiterin Forschung & Entwicklung des Merck Global Health Institute. „Wir sind sehr stolz auf diese einzigartige Partnerschaft mit Janssen. Gemeinsam wollen wir unsere Kräfte bündeln, um die Diagnosemethoden für mehrere dieser tückischen Erkrankungen zu verfeinern und den Melde- und Überwachungsaufwand für die Länder zu verringern.“

Die Eindämmung und sukzessive Eliminierung von vernachlässigten Tropenkrankheiten sind wichtige Anliegen und erfordern die Entwicklung fortschrittlicher innovativer Technologien für die Diagnostizierung von Patienten, die oft mit mehreren Krankheitserregern gleichzeitig infiziert sind. Die Datenqualität ist eine wesentliche Komponente, wenn es darum geht, informierte Behandlungsentscheidungen zu treffen und großangelegte Kampagnen zur Verabreichung von Medikamenten zu koordinieren.

Der derzeit getestete Prototyp umfasst ein KI-basiertes automatisiertes Mikroskop und ein Datenvisualisierungstool. Mittels KI werden Parasiteneier gezählt, die sich zu parasitären Würmern der Bilharziose oder Geohelminthen entwickeln würden. Dieses automatisierte Zählverfahren soll sowohl schneller als auch zuverlässiger sein als die derzeitige Erhebungsmethode, bei der ein Laborant die Eier in jeder Probe manuell zählt. Die digitale Datenspeicherung und -visualisierung wird die klinische Entscheidungsfindung für die Medikamentenverabreichung durch die Länder verbessern. Die Erprobung des Prototyps wird sich über das Jahr 2020 erstrecken und in den Jahren 2021 bis 2023 in die Phase der klinischen Nutzenerprobung übergehen.

Bilharziose ist eine chronische Krankheit und zählt zu den häufigsten und verheerendsten parasitären Erkrankungen in tropischen Ländern. Merck bekämpft diese gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 2007 im Rahmen seines Merck Schistosomiasis Elimination Program und spendet jährlich bis zu 250 Millionen Praziquantel-Tabletten für die Behandlung. Merck und die WHO haben sich verpflichtet, ihre Arbeit im Kampf gegen die tückische Wurmerkrankung bis zu deren Ausrottung fortzusetzen. Merck setzt sich mit einem ganzheitlichen Ansatz aus Behandlung, Forschung und Entwicklung, Gesundheitserziehung und dem WASH-Programm (Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene) für die Eindämmung der Übertragung und Ausrottung von Bilharziose ein.

KI kommt bei Merck in vielen verschiedenen Gebieten seiner drei Unternehmens-bereiche zum Einsatz. Bei Healthcare setzt Merck beispielsweise bei der Wirkstoffforschung auf KI als eine Möglichkeit, den Prozess zu beschleunigen und Kosten zu senken. Zudem wurde KI bei Merck bereits in sehr unterschiedlichen Bereichen wie Materialwissenschaften, digitaler Pathologie oder Informations-extraktion aus Patenten eingesetzt. Merck kooperiert auch mit anderen Unternehmen auf dem Gebiet der KI wie Iktos, Cyclica, Ping An Good Doctor (China) und Aera Technology. Darüber hinaus will ein interdisziplinäres Team aus Mathematikern, Informatikern und Neurowissenschaftlern als internes Forschungsteam die Grundlagen der künstlichen und biologischen Intelligenz neu überdenken.

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Tobias Grossman

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